Geschichte
Bujinkan Zanshin Dojo
Bei uns im Bujinkan Zanshin Dojo trainieren wir
-Ninjutsu im Stil Bujinkan Budo Taijutsu
-Traditionelle Selbstverteidigung mit moderner Sichtweise für Jung und Alt
-Schulung von Geist und Körper
Was ist Ninjutsu?
Ninjutsu ist eine Kriegs- und Kampfkunst, die sich vor ca. 1400 Jahren aus verschiedenen asiatischen Einflüssen im feudalen Japan entwickelt hat. Es wurde aus der Notwendigkeit entwickelt, in gefährlichen Situationen zu überleben. Ein wesentlicher Bestandteil des Ninjutsu ist die waffenlose Selbstverteidigung, das Budo Taijutsu (die Kunst, seinen Körper zu gebrauchen). Es enthält unter anderem Schlag-, Tritt-, Wurf-, Hebel- und Bewegungstechniken. Des Weiteren erlernt der fortgeschrittene Schüler den Umgang mit verschiedensten traditionellen Waffen. Neben der körperlichen Ausbildung soll eine geistige und seelische Weiterentwicklung stattfinden. Das Ninjutsu-Training setzt keine besonderen körperlichen Begabungen voraus, so ist es von jedermann zu erlernen. Auch, oder besonders, für Frauen eignet sich Ninjutsu, da es nicht auf Kraft, sondern mehr auf Kreativität und Gewandtheit ankommt. Die Schulung der Selbstverteidigung stärkt das Selbstvertrauen und das bewusste Ausstrahlen von Stärke. Ninjutsu ist jedoch eigentlich nur ein Aspekt in unserem Bujinkantraining (siehe unten), wird aber oft als Überbegriff für die trainierten Künste genutzt.
Was bedeutet Ninjutsu?
“Ninjutsu” kann nur schwer übersetzt werden und bedeutet soviel wie „die Kunst etwas auszuhalten”.
Das japanische Schriftzeichen für „Nin” (in der Kun-Lesung Shino-bi) heißt aber nicht nur „aushalten“ oder „ertragen“, sondern auch „heimlich“ oder „etwas verstecken“, was die Übersetzungsschwierigkeiten verdeutlicht. Das Zeichen besteht aus zwei Schriftzeichenkomponenten, sogenannten Radikalen. Der obere Radikal steht als alleine geschriebenes Zeichen für die „Schneide eines Schwertes” (Jin, Nin, Ha oder Yaiba), während der untere die Bedeutung „Herz” oder „Sinn” trägt (Shin, Kokoro). Folglich kann man den Begriff „Ninjutsu” auch dahin gehend interpretieren, dass man die eigenen „Sinne” einer „Schwertschneide” gleich schärft oder entwickelt.
Dieser letzte Punkt verdeutlicht auch die geistigen Aspekte unseres Trainings, welche nicht nur im Kampfkunsttraining, sondern auch im Alltagsleben nützlich sein können. Geistiges Training bezeichnet also nicht die Fähigkeit zum Fliegen oder ähnlich absurde Mythen, sondern beispielsweise die Kunst, ständig Neues aufnehmen zu können, was sich auf neue Techniken oder die Nutzung der Umgebung in einer Kampfsituation, aber auch auf die Aufnahme neuer Konzepte und Ideen bezieht.
Was ist Bujinkan Budo Taijutsu?
Bujinkan ist ein Zusammenschluss aus mehreren japanischen Kampfkunstschulen, die zuvor nebeneinander bestanden und dann unter dem heutigen Großmeister Hatsumi Masaaki (und dessen Lehrer Takamatsu Toshitsugu) zu etwas Neuem zusammengeführt wurden.
„Bujinkan” bedeutet in etwa „Halle des Kriegsgottes/göttlichen Kriegers”, eine Ehrerbietung Soke Dr. Masaaki Hatsumis an seinen Lehrer, und verdeutlicht die Bedeutung der beiden Meister für das System.
„Budo” und „Taijutsu” wiederum kann man mit „Kriegsweg” und „Körperkunst” übersetzen.
Der Begriff „Taijutsu“ verdeutlicht die Rolle des geschickten und effektiven Nutzens der körperlichen Grundvoraussetzungen im Bujinkantraining.
Denn im Gegensatz zu manchen anderen Kampfkünsten oder -sportarten soll anstatt oberflächlicher Muskelkraft Technik, die Beherrschung des eigenen Körpers und das Anwenden verschiedener Prinzipien umgesetzt werden. Der Begriff „Taijutsu” beschreibt dabei nicht nur das waffenlose Training, welches unter anderem Rollen, Ausweichen, Schlag- und Tritttechniken sowie Hebel-, Wurf- und Würgetechniken umfasst, sondern bildet auch die Grundlage für die im weiteren Training trainierten Waffengattungen, was sich einerseits auf Waffen des japanischen Mittelalters wie verschiedene Stockkampfarten, Schwertkampf oder Speer bezieht, aber auch nicht vor modernen Waffen wie Pistolen oder Alltagsgegenständen haltmacht.
Diese angesprochenen Prinzipien umfassen beispielsweise das Verständnis für verschiedene Kampfdistanzen und ihre Folgen für das eigene Verhalten, sowie das des Gegenübers, ein Gefühl für richtiges Timing, das Auffinden und Produzieren von Lücken in der Verteidigung des Gegners usw.
Im Bujinkan Training wird versucht, ausgehend von den natürlichen Bewegungen des Trainierenden eine lebendige Kampfkunst zu entwickeln. Folglich wird der Trainingsfokus nicht so sehr auf das starre Nachmachen oder Durchlaufen von festen Formen, sondern vielmehr auf das Wiedererkennen verschiedener Prinzipien und das Fühlen und Verinnerlichen derselben gelegt.
Ein weiterer Aspekt ist das Trainieren der Techniken aus den Überlieferungen der neun Schulen, die zusammen die Grundlage des Bujinkan Budo Taijutsu bilden. Hierbei wird auch versucht in den Grundtechniken verstandene Prinzipien in den Techniken der Schulen wiederzufinden und diese, sowie einzelne Abläufe auf mögliche Selbstverteidigungssituationen in der Gegenwart zu übertragen.
Das Selbstverteidigungstraining st ein weiterer Fokus unseres Trainings und soll möglichst realitätsnah ablaufen. Hier werden Verteidigungstechniken gegen verschiedene Angriffsarten eines oder mehrerer Angreifer geübt. Dabei sollen jedoch die im sonstigen Training verstandenen Prinzipien und Erfahrungen umgesetzt werden, was jedoch nicht heißt, dass jede überlieferte Technik ohne Anpassung an die Neuzeit übernommen werden kann.
Die neun Schulen sind mit einer Übersetzungsmöglichkeit in der Folge aufgelistet:
Gyokko Ryu Kosshijutsu - (Die Schule des Juwelentigers)
Koto Ryu Koppojutsu - (Die Schule des Tiger Niederschlagens)
Kukishinden Ryu Happo Hikenjutsu - (Die Schule der Überlieferung der neun Dämonen)
Shindenfudo Ryu Dakentaijutsu - (Die Schule der göttlichen Überlieferung des unbewegten Herzens)
Takagi Yoshin Ryu Jutaijutsu - (Die Schule des hohen Baums und erhabenen Herzens)
Gikan Ryu Koppojutsu - (Schule des Lernens von Gerechtigkeit)
Togakure Ryu Ninpo - (Die Schule der verborgenen Tür)
Kumogakure Ryu Ninpo - (Die Schule der verborgenen Wolke)
Gyokushin Ryu Ninpo - (Schule des mit Edelsteinherzens)
Die letzten drei dieser neun Kampfstile sind Ninjutsu-Stile (Ninjutsu-Ryu). Die anderen sind Ju-Jutsu-Stile, in denen die bewaffneten und unbewaffneten Kriegskünste der japanischen Samurai weitergegeben wurden.
Das Training ist generell für jeden, egal ob Mann oder Frau, egal ob groß oder klein etc. geeignet, weil erstens die körperliche Fitness mit dem Training gesteigert werden sollte und zweitens die Techniken an die eigenen körperlichen Voraussetzungen angepasst werden müssen. Ein Probetraining ist jederzeit möglich.
Bujinkan Zanshin Dojo Bonn
Kampfkunstschule für traditionelles Bujinkan Budo Taijutsu in Bonn
